Die kleinen Zusammenkünfte des TFC und ich (Clemens), hach ja… Wenn nur jede Beziehung so stärkend, liebevoll und vielfältig wäre.
Diesmal lief es so: Eine weitere Einladung flog rein über Signal, ein weiterer Aufruf zur Teilnahme an einem TFC Anker-Event: Zum zweiten Mal jährt sich das berühmtberüchtigte TFC Hüttenwandern unter der sicheren Leitung von TFD Alumna, Wanderführerin und Proficoach Juli Stratmann.
Als Teilnehmer der ersten Runde weiß ich, wohl oder übel: Ich kann mir nicht leisten, das zu verpassen. Also geht es durch volle, teure, heiße, doch überraschend pünktliche Züge von Hamburg aus 10 Stunden bis nach Mittenwald, direkt vor die Österreichische Grenze.
Unterkunft finden, eine Mütze Schlaf einsammeln, neu packen, Rucksack erst
erleichtern, dann mit Wegproviant vollstopfen, wieder umpacken und ab geht’s zum Treffpunkt: 3 bekannte und 5 neue Gesichter strahlen mir entgegen, freudig-aufgeregt-nervös auf alles, was der Berg und die Gruppe für uns bereithalten werden. Und: Mit mächtig Sorge um das Gewicht auf ihrem Rücken und den drohenden Regen…
Hier möchte ich abkürzen und sagen: Diese Reise sollte, wieder einmal, all meine Erwartungen übertreffen:
Mit Arbeitslast, dem schleichenden Gift verletzender Beziehungen und dem Weltschmerz eines Jahres, angereichert in Knochen und Gelenken, ging ich am Sonntagmorgen los.
Voller Lebensfreude, Tatendrang, erschöpft aber beseelt, mit einem Handyspeicher voller Gedichte und mit 8 neuen Freund:innen stieg ich Mittwochnachmittag vom Berg herab.
Wieder einmal zeigt es mir: Der TFC ist für mich kein reines Berufsnetzwerk oder
bildungsaktivistischer Verein. Er ist viel mehr – ein geschützter Sammelpunkt von
Menschen die ähnlich fühlen, werten und wirken wollen in der Welt. Die gemeinsam so häufig an den gleichen Herausforderungen kämpfen und über die gleichen Dinge verzweifeln. Die sich gegenseitig stützen, stärken und halten können, im Herzen und am Hang – und sich gegenseitig noch so viel beibringen.
Meine Liebe und mein Dank an Juli, den TFC und die Reisegruppe für diese tolle Zeit. Wer mehr darüber erfahren will, muss nachfragen oder nächstes Jahr selbst mit uns auf den Berg steigen. Das hier hätte keine KI schreiben können; denn sie kann es niemals selbst erleben.